Studium
Die Gräzistik beschäftigt sich mit den griechischen Texten der Antike, von Homer im 8. Jahrhundert v. Chr. bis zur Literatur der Spätantike im 6. Jahrhundert n. Chr. Im Mittelpunkt stehen drei Dinge: die Sprache, die Texte als Literatur und die griechische Kultur, in der sie entstanden sind.
Was Sie im Studium lesen und tun
Im Zentrum stehen die großen Werke der griechischen Literatur: Homer, die Tragiker, Herodot, Thukydides und Platon. Daneben kommen auch andere Autoren, Gattungen und Epochen vor. Im ersten Semester festigen Sie Ihre Grammatik und übersetzen Dichtung oder Prosa. In Seminaren lernen Sie dann das Handwerkszeug der Interpretation: Metrik, Stilistik, Rhetorik, Literaturtheorie und Textkritik, also die Rekonstruktion des ursprünglichen Textes aus den Handschriften.
Dabei verbinden sich zwei Blickwinkel. Der historische fragt, wie ein Text aus den Bedingungen seiner Zeit entstanden ist und gewirkt hat. Darin trifft sich die Gräzistik mit Alter Geschichte, Archäologie und Latinistik. Der literarische fragt nach Form, Aussage und ästhetischer Qualität des Textes selbst. Darin ist sie mit den anderen Philologien verwandt.
Für wen das Studium ist
Das Studium richtet sich an alle, die antike Texte im Original lesen und genau verstehen wollen, ob mit dem Ziel Wissenschaft, Schule oder einem anderen Beruf. Voraussetzung sind Sprachkenntnisse im Umfang von Graecum und Latinum.
Was Würzburg besonders macht
- Ort: Das Institut und seine Bibliothek liegen im Südflügel der Würzburger Residenz, die zum UNESCO-Welterbe gehört.
- Spätantike und Rhetorik: Die Würzburger Gräzistik hat einen Schwerpunkt in der Spätantike, also in der Zeit, in der sich griechische Bildung und Christentum begegnen. Mit der Latinistik teilt sie den Forschungsschwerpunkt „Antike Rhetorik“, zu dem es auch ein eigenes Modulstudium gibt.
- Einstieg: Die Fachschaftsinitiative organisiert für Erstsemester Einführungstage und sorgt stets für ein familiäres Zusammensein im Studium.




