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    Institut für klassische Philologie

    Markus S T A C H O N: Properz und Vergil: Was sich liebt, das neckt sich!

    WJA Band 38, 2014, Seite 127-144

    Zusammenfassung

    Wenn Properz in seinem Propemptikon an Cynthia davon spricht, sie würde sich im Norden die Füße erfrieren (1,8a,7f.), so greift er damit nicht nur das wohl schon bei Gallus vorhandene Motiv auf, das auch Vergil in seiner Gallus-Ekloge (ecl. 10,46-49) verwendet, sondern er verweist auch explizit auf Vergil, indem er in unmittelbarer Nähe dazu für das Siebengestirn den in der Dichtung seltenen Namen Vergiliae verwendet. Damit stärkt er im Diskurs um die Nützlichkeit der verschiedenen Dichtungsgattungen (auch unter den Kleinformen) die Position der Elegie.

    Eine weitere Polemik gegen die vergilische Liebeskonzeption findet sich in 2,34b,67-76. Für Prop. 2,34b,83f. wird eine Interpretation vorgeschlagen, nach der anser als der Dichter Anser und olor wohl als Cinna zu verstehen ist: Auch der Erfolg des von Vergil (ecl. 9,35f.) als schnatternde Gans degradierten Anser bestätigt die Überlegenheit der Elegie.

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