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    Institut für klassische Philologie

    Oliver S C H E L S K E: Thukydides im Exil. Ein Glücksfall?

    WJA Band 37, 2013. Seite 99-120

    Zusammenfassung

    Indem Thukydides nur an wenigen Stellen auf seine eigene Person als Verfasser der Historien zu sprechen kommt, erreicht er bei Rezipienten den Eindruck größtmöglicher Objektivität des Dargelegten.

    Gleichwohl ist die kurze Erwähnung seines Exils (V, 26) in ihrer methodischen Relevanz (v.a. in Hinsicht auf das in I, 22 gegebene Versprechen einer ausgewogenen, gründlich reflektierten Darstellung der Geschehnisse) kaum zu überschätzen: Die Erfahrungen des Thukydides eines Verbannten rücken die Historien nicht nur in die Nähe der Exilliteratur, sondern auch in die Nähe der Autobiographie in ihrem Anspruch wahrheitsgemäßen Erzählens. Wie der Verfasser einer Autobiographie besiegelt Thukydides den Wahrheitsanspruch seiner Erzählung durch den Verweis auf Selbsterlebtes.

    Die Berücksichtigung der literarischen Konventionen und Spezi­fika von Exilliteteratur und Autobiographie kann deshalb helfen, das Wesen der thukydideischen Historien besser zu verstehen und ihren literarischen Charakter zu erfassen. 

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