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    Institut für klassische Philologie

    Klaus D Ö R I N G: Zur Instrumentalisierung der Gestalt des Sokrates in Paisiellos Oper Socrate immaginario

    WJA Band 37, 2013. Seite 121-138

    Zusammenfassung

    Im Oktober 1775 wurde in Neapel Paisiellos Opera buffa Socrate immaginario uraufgeführt. Idee und Grundkonzeption des Librettos stammten von einem berühmten Zeitgenossen, Abbe Galiani.

    Die Handlung:
    Ein zeitgenössischer Gelehrter bildet sich ein, ein zweiter Sokrates zu sein. Er bemüht sich deshalb, sein Vorbild in jeder Hinsicht zu imitieren, und zwingt alle ihn umgebenden Personen, allen voran seine resolute Frau Donna Rosa, seine Xanthippe, in die Rolle von Personen, wie sie einst Sokrates umgaben.
    Diese tun so, als ob sie sich seinem Wahn fügten, in Wirklichkeit jedoch benutzen sie ihn dazu, den „einge­bildeten Sokrates" von seinem Wahn zu befreien, was ihnen schließlich auch gelingt.

    Dargestellt wird, wie die antiken Zeugnisse zur Person des Sokrates von Platon bis in die Spätantike in dem Libretto herangezogen und in der Übertra­gung auf den „eingebildeten Sokrates" in karikaturistischer Form umgeformt werden. 

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