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    Institut für klassische Philologie

    Ada N e s c h k e - H e n t s c h k e: Die Aporien der Modeme und die Weisheit der Alten. Eine Kritik der modernen Ideologien

    WJA Band 36, 2012. Seite 113-138

    Textauszug

    Einleitung

    Der Titel dieses Beitrags weist auf einen alten Streit zurück, der in der Sprache seines Ursprungslandes als die Querelle des anciens et des modernes berühmt wurde. Im Frankreich des 17. Jahrhunderts ging es darum zu entscheiden, ob die Poeten der griechisch-römischen Welt Größeres geleistet hätten als die modernen Dichter, so daß man die Alten nachahmen müsse.

    Damals standen sich berühmte Personen wie Boileau und Perrault gegenüber und der Streit ging in Frankreich zugunsten der Modeme aus. Die Deutschen des 18. Jahrhunderts, unter der Führung von Johann Joachim Winckelmann und Wilhelm von Humboldt, entschieden anders, die Griechenlandbegeistenmg, die klassischen Altertumswissenschaft und das Humanistische Gymnasium des 19. Jahrhunderts waren die Folge dieser Entscheidung. Dagegen liest man 1985 bei Jürgen Haberrnas folgenden Satz:

    „Die Modeme kann und will ihre orientierenden Maßstäbe nicht mehr Vorbildern einer anderen Epoche entlehnen, sie muss ihre Norrnativität aus sich selbst schöpfen."

    Mit dieser Auffassung nimmt Habermas zu einer starken Bewegung des 20. Jahrhunderts Stellung, die von Martin Heidegger ausgehend sich der antiken Philosophie und insbesondere der aristotelischen Idee einer praktischen Philosophie zurück erinnert. Namen wie Hannah Arendt, Rüdiger Bubner, Hans-Georg Gadamer und Joachim Ritter zeigen an, dass es sich um eine seriöse und fruchtbare philosophische Bewegung handelt. Thomas Gutschker hat sie 2002 historisch aufgearbeitet, fordert aber 2012 eine systematische Bearbeitung der Frage. Mein Beitrag geht auf diesen Vorschlag ein. ...

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