Würzburger Humanismus - Band zur NeoLatina 23

Thomas Baier / Jochen Schultheiß (edd.), Würzburger Humanismus (NeoLatina 23), Tübingen 2015

Der Band zum Würzburger Humanismus geht auf eine Tagung in der Würzburger Residenz im Juli 2013 zurück. Neben den Herausgebern Prof. Dr. Thomas Baier und Dr. Jochen Schultheiß (Beitrag zum Epithalamium in pindarischer Form bei Paulus Melissus Schede) sind auch Tobias Dänzer und Manuel Huth mit Beiträgen zu Conrad Celtis an dem Tagungsband beteiligt.

In diesem Band wird das kulturgeschichtliche Phänomen des Humanismus an dem geographisch definierten Paradigma Würzburgs und seines Umlands untersucht.

Mögen die Gelehrten unterschiedlichen Herrschaften, Natio nalitäten, Konfessionen und Geschlechtern angehören, haben sie doch teil an einer überwölbenden res publica eruditorum, die die Trennlinien durch die Gesellschaft überwindet. Dieser Prozess vollzieht sich einerseits auf der Ebene der Akteure, etwa durch persönliche Netzwerke, andererseits im Bereich der literarischen Produktion über intertextuelle Bezüge. Voraussetzung dafür ist der den Humanismus begründende, von allen Mitwirkenden gepflegte Rückbezug auf die Antike.

Die Beiträge zeigen auf, dass Unterfranken mit seinem Hauptort Würzburg eine Kernregion des deutschen Humanismus darstellte, von der eine auf ganz Europa wirkende Strahlkraft ausging. Der Band leistet einen wichtigen Schritt zur Erschließung der editorisch und interpretatorisch größtenteils noch unbearbeiteten Textcorpora fränkischer Humanisten.

 

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