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    Institut für klassische Philologie

    Clemens S C H L I P: M.K Sarbiewskis Gedicht Iessaea quisquis reddere carmina ... (Lyc. 4,7) und sein Verhältnis zu Papst Urban VIII.

    WJA Band 38, 2014, Seite 145-182

    Zusammenfassung

    Der Beitrag widmet sich der in der Forschung bislang nur ausschnitthaft behan­delten Ode 4,7 des polnischen Jesuiten M.K. Sarbiewski (1595-1640), einer christ­lichen Umarbeitung der sogenannten Pindarode Horazens. Der Beitrag unter­nimmt eine Detailanalyse des Gedichts.

    Es ergibt sich, daß es möglicherweise als Kritik an dem dichterischen Selbstverständnis Papst Urbans VIII. (1623-1644) zu lesen ist. Ein Blick in die Gedichte Urbans unterstützt diesen Verdacht, bringt aber keinen Beweis. Zudem wäre diese Interpretation ungewöhnlich, da die histo­rischen Zeugnisse von einem guten Verhältnis zwischen Sarbiewsk.i und dem Papst sprechen.

    Von hier ausgehend wird die Auseinandersetzung mit einer 1984 von Józef Warszawski entwickelten und in der Forschung seither mehrmals auf­gegriffenen These nötig, die eine Feindschaft zwischen dem Polen und dem Papst postuliert, und diese aus den Texten Sarbiewskis zu beweisen versucht. Wars­zawskis These wird kritisch hinterfragt: v.a. seine Gedichtinterpretationen erwei­sen sich als unhaltbar. Daß Sarbiewskis Gedicht Kritik an Urban übt, scheint sich mithin ausschließen zu lassen.

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