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    Institut für klassische Philologie

    Daniel S c h w e m e r: Qualitätsmanagement für das Wohlergehen des Landes: die hethitische Festritualtradition

    WJA Band 36, 2012. Seite 39-58

    Textauszug

    l. Das Reich der Hethiter
    Im 17. Jh. v .Chr. etabliert sich in Zentralanatolien ein Fürstentum, das die Geschicke des Nahen Ostens im zweiten Jahrtausend wesentlich mitbestimmen wird.

    Die königliche Familie dieses Fürstentums wählt als ihren Sitz die strategisch günstig gelegene Stadt Hattusa, heute Bogazkale (Bogazköy).Wie ein Großteil der Bevölkerung dieser Region sprechen auch die Könige und ihr Klan Hethitisch, eine der Sprachen des anatolischen Zweigs des Indogermanischen.

    Im 17. und 16. Jh. v.Chr., während der Herr­schaft der Könige Labarna, Hattusili I. und Mursili I., weitet sich der Herrschaftsbe­reich der hethitischen Könige rasch aus. Das Königtum von Hattusa entwickelt sich zum dominanten Territorialstaat Zentralanatoliens.

    Hattusili I. unternimmt erfolgreiche Feldzüge nach Nordsyrien; sein Nachfolger Mursili I. gelangt auf einem Raubzug den Euphrat entlang bis nach Babylon. Seine eigentliche Blütezeit erlebt das Hethiterreich jedoch später, im 14. und 13. Jh. v.Chr.: Hethitische Könige dehnen ihre Herrschaft weit nach Westanatolien und Nordsyrien aus; sie verkehren auf gleicher Augenhöhe mit den Königen von Babylonien und Assyrien im Osten, Ägypten im Süden und des mykenischen Griechenlands (Ahhijawa) im Westen. ...

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